Eins bis Vier

Hier also die ersten Antworten auf die gestellten Fragen.

1. Schreibst du in deinem Blog anonym oder nicht und wieso?

Da ich als Person schreibe, tue ich das unter meinem echten Namen, wie ich außerhalb des Internets ja auch unter meinem echten Namen schreibe und spreche.

2. Was bedeutet Meditation für dich?

Meditation ist für mich ein probates Mittel, für die Welt und für mich selbst weniger problematisch zu werden; sei es über die gehirnverändernden Auswirkungen oder über die spirituellen Aspekte.

3. Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Hm, worauf würde ich für mich diese Frage beziehen? Auf mein äußeres Erscheinungsbild, auf meine Interessen und Neigungen, auf meine Stärken und Schwächen, auf meinen Charakter und meine Wesensarten? Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich überhaupt ein kompaktes Selbstbild habe. Vielleicht bin ich am ehesten ein Versuch und ein Bemühen, manchmal ein Fehlschlag, gelegentlich genervt, und mit meiner Partnerin glücklich.

4. Wie siehst du dich in der Zukunft?

Älter als heute. Und in fernerer Zukunft irgendwie tot. Das ist nicht so flapsig gemeint, wie es wirken könnte. Momentan ist das ein Thema für mich.

 

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Ich bin kein weiser alter Mann, aber auch keine zwanzig mehr. Was ich bisher vom Leben verstanden habe ist, dass es ein kybernetisches System von Bewegungen darstellt und die Entropie des Geistes unberechenbar ist. Dem Jetzt-Begriff misstraue ich, da ich mich relativ zu meinen Erlebnissen bewege, ich also niemals gleichzeitig bin. Mit anderen Worten: Die Erkenntnis meiner Begrenztheit und Relativität führt dazu, dass ich zwar sagen, aber nicht feststellen kann, wer ich bin. Die Frage nach dem „Wer bin ich?“ hat für mich ohnehin nie wirklich Sinn gemacht. Das „Ich“ ist nur in einem relativen Sinn existent, sowohl für mich, als auch im Kontext der Gemeinschaft. Dennoch ist da diese Person „Stefan“, mit der ich auch einigermaßen zurecht komme, die aber ganz offensichtlich keine Raum-Zeit-Konstante ist. Kurzum: Ich versuche klar zu kommen und das Beste daraus zu machen.

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2 Kommentare zu “Eins bis Vier

  1. Hey, ich finde es für den persönlichen Alltag als Bereicherung, wenn man sich des Todes bewusst ist. Vielleicht nicht vordergründig, aber zumindest im Hinterkopf so die Idee, wir Menschen nehmen eine Raum-Zeit wahr, die mit aktuellen wissenschaftlichen Mittel nicht beweisbar, sondern eher noch widerlegbar ist. Demnach ist es wahrscheinlich, dass wir lebendig und tod ‚gleichzeitig‘ sind. Immerhin können wir uns sicher sein irgendwann zu sterben und dann ist das Theater vorbei. Also warum sich vom Theater überWELTigen lassen?
    mfG toe

    Gefällt 2 Personen

    • Meine Zustimmung, toe, hinsichtlich der Bereicherung. Hinsichtlich des Theaters bin ich in den letzten Jahren unschlüssig geworden. Diese Welt ist essentieller Bestandteil des gesamten Kósmos (nicht nur des materiell gedachten). Kann ich einen Teil wegdenken, ohne das Ganze zu verändern?

      Umgekehrt ist die Welt oft auch als ein „Theater-Anteil“ des Kósmos bemerkbar, und das sollte dann tatsächlich nicht überWELTigen. 😉

      Danke, und liebe Grüße an dich!

      Gefällt 1 Person

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