Was flüstert das Gänseblümchen, wenn sich der Rasenmäher nähert?

Wenn ich derzeit, in der fliegenden Hitze des norddeutschen Klimakteriums, morgens um halb sieben im Büro das Fenster öffne, um die im Beton der Wände gespeicherte Hitze des vorangegangenen Arbeitstages gegen die frische Kühle der sich vor der wiederkehrenden Tageshektik drückenden Nacht einzutauschen, dann ist er gleich wieder da: der Tinnitus unserer Gesellschaft.

Es ist eigentlich erstaunlich, wie wenig Bewusstsein für diese Art von Umweltverschmutzung in den meisten von uns entwickelt und gepflegt wird. Vielleicht liegt es daran, dass man Lärm nicht sehen kann, und die Schädigungen meist einen Zeitraum benötigen, den zu überschauen die meisten Menschen seltsamerweise nicht in der Lage sind. Es ist ein Irrtum, zu meinen, Lärm dauere stets nur einen Moment.

Bei welchem Wert liegt eigentlich der durchschnittliche Schalldruckpegel von Marienkäferflatulenzen?

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2 Kommentare zu “Was flüstert das Gänseblümchen, wenn sich der Rasenmäher nähert?

  1. „Gott schenke uns OHRENLIDER!“ sagte bzw. schrieb schon Kurt Tucholsky.
    Wie oft ich mir schon Ohrenlider gewünscht habe, kann ich gar nicht mehr zählen, mir ist die Menschendingewelt zu laut.
    Oder ich habe einfach ein zu gutes Gehör 😉
    Leiselächelnde Grüße von
    Ulrike

    Gefällt 1 Person

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